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Die Blutgräfin

Kinofilm
Regie: Ulrike Ottinger
Produktion: Amour Fou Vienna, Amour Fou Luxembourg, Heimatfilm, Ulrike Ottinger Filmproduktion

Isabelle Huppert und Birgit Minichmayr in einem Film von Ulrike Ottinger

Der Film dreht sich um die ungarische Gräfin Bathory, die der Legende nach als Vampir ihr Unwesen getrieben haben soll. In diesem Film eröffnen die Blutgräfin und ihre Zofe einen neuen Tanz der Vampire in Wien, hieß es in einer Aussendung der Produzenten. Es ist eine „aberwitzige Jagd nach dem roten Lebenssaft, der verschütteten Geschichte ihrer Ahnen und einem Buch, das ihr Vampirreich zu zerstören droht. Wer wird ‚überleben?‘“.

Erzsebet Bathory hat tatsächlich gelebt. Sie wurde laut Wikipedia 1560 als Mitglied des Hauses der Bathory von Ecsed in Ungarn geboren. Nach dem Tod ihres Mannes soll sie ein gewaltiges Vermögen angehäuft und Besitztümer von Transsylvanien bis Österreich gehabt haben. Dazu zählte demnach unter anderem auch ein Stadtpalais in der Augustinerstraße 12 in der Wiener Innenstadt. In den beiden Prozessen gegen sie sagten Zeugen und Mitangeklagte aus, darunter auch Diener der Gräfin. Insgesamt soll Bathory um die 80, anderen Quellen zufolge sogar hunderte Morde begangen haben.

Iabelle Huppert und Birgit Minichmayr in einem Film von Ulrike Ottinger: "Die Blutgräfin" - "The Blood Contess"
Isabelle Huppert, Birgit Minichmayr: "Die Blutgräfin"
© Amour Fou Vienna, Amour Fou Luxembourg, Heimatfilm, Ulrike Ottinger Filmproduktion / Petro Domenigg

Laut den Prozessunterlagen soll sie junge Mädchen angelockt und mit ihren Dienern gefoltert haben. Auch in Wien soll sie zahlreiche Mädchen ermordet haben, darunter sei die Sängerin Helene (ung. Ilona) Harczy gewesen, die Bathory in Wien kennengelernt hatte. 1611 soll Bathory wegen vielfachen Mordes unter Hausarrest gestellt worden und vier Jahre später gestorben sein. Ihre Verurteilung als Serienmörderin ließ die Legende der „Blutgräfin“ entstehen, die die Vorlage für zahlreiche künstlerische Bearbeitungen lieferte.

Der vom Filmfonds Wien geförderte Film wurde von Amour Fou Vienna, Amour Fou Luxembourg und Heimatfilm produziert. Drehorte waren Wien, Niederösterreich, Luxemburg und Köln.

Team:

Regie: Ulrike Ottinger   Produktion: Amour Fou   Producer: Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Bady Minck   Produktionsleitung: Edgar Cox, Steffi Miftari, Karoline Maes   Drehbuch: Ulrike Ottinger   DOP: Martin Gschlacht   Kamerabühne: Pascal Charlier   Oberbeleuchter: Benjamin Klein   Ton: Marc Thill   Schnitt: Pia Dumont   Szenenbild: Christina Schaffer   Kostümbild: Jorge Jara   Maskenbild: Tünde Kiss-Benke   Casting: Eva Roth, Bady Minck

Cast:

Isabelle Huppert, Birgit Minichmayr, Thomas Schubert, Lars Eidinger, Andre Jung, Marco Lorenzini, Maresi Riegner, Karl Markovics, Inge Maux, Tom Neuwirth, Noah Saavedra, Valentin Postlmayr, Burghart Klaußner u.v.a.

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