filmstills.at - Standfotografie von Petro Domenigg

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MA 2412 - DIE STAATSDIENER

Biografie Roland Düringer

Geboren am Weltspartag 1963.

Bis 1983 keine besonderen Vorkommnisse zu vermelden.

1983  Gründung der Gruppe SCHLABARETT (mit Alfred Dorfer)

1994  Beginn der Solokarriere mit dem Bühnenstück „Hinterholzacht“

 Mein Vater war Beamter. Beim Bund. Beim Bundestheaterverband. Im Burgtheater. Garderobier. Er zog also die Schauspieler an und aus. Nicht irgendwelche Schauspie­ler - nein. Burg­schau­spie­ler! Traurig genug, wenn man nicht selbst in die eigene Hose findet. So war ich ein Protektions­kind und saß bereits im zarten Knabenalter von vier Lenzen zum ersten Mal drei Reihen hinter den Brettern, die die Welt bedeuten. Lum­pazivagabun­dus. Hör­biger, Weck und Anders. Gute zehn Jahre lang hütete ich zumin­dest einmal im Monat einen Regieplatz in der dritten Reihe. Danach hatte ich mich damit abgefunden, daß Schauspieler auf der Bühne unnatürlich reden, sich nicht wie Men­schen bewegen, mit dem Publikum kokettieren, nur selten Figu­ren differen­zieren - aus lauter Angst, nicht erkannt zu werden, und Emotionen vor­heucheln, die dann im ob­ligatori­schen Schreikrampf enden. Ich beschloss, Maschi­nenbauin­genieur zu werden.

Eines Tages wurde ich eines Besseren belehrt. Ein kleiner grauer Pudel be­trat, umgeben von zahlreichen Barden und ebensovielen Statisten, die Bühne. Es war ein kur­zer, unfairer Kampf. Nach wenigen Sekunden war der Hund der Star der Auffüh­rung. Hatte er die bessere Schau­spielschule besucht? Hatte er mehr Bühnenerfahrung? War er be­kannt durch Funk und Fern­sehen? Nein. Der Hund war einfach Hund geblie­ben. Er spielte nicht den Hund. Er war Hund.

Ich beschloss, „Hund“ zu werden.

Seit etlichen Jahren stehe ich nun selbst auf der Bühne. Geschätzte 200 Mal im Jahr. Ich ver­suche, „Volkstheater“ im wahren Sinn dieses Wortes zu ma­chen. Theater nicht für eine Handvoll selbsternannter Kunstinteressierter, sondern für jedermann. Für jenes „gemeine Volk“, dem auch ich angehöre. Ich möchte meines­gleichen zum Lachen, zum Weinen, zum Ärgern, zum Nach­denken, zum ... Kurz, ich möchte mein Volk unterhalten. Man kann dies auch tun, ohne sich auf Musikantenstadlniveau zu reduzieren.

Meine Stücke schreibe ich mir selbst, in einer Sprache, die wir alle verstehen und mit Inhalten, die uns alle betreffen. Mein Theater lebt vom Wiedererkennungseffekt: Sie la­chen über Ihren Nachbarn, Ihr Nachbar lacht über Sie. In Wirklichkeit lachen bei­de über sich selbst.

Aus Marketinggründen werden meine Stücke als „Kabarettprogramme“ verkauft. Als „Volks­schauspiel“ könnte ich niemanden hinter seinem Ofen hervor-, oder besser, von seinem Satel­litenspiegel fortlocken. Diesen Um­stand hat sich das Theater selbst zu ver­danken. Mein Theater ist in ande­ren Umständen.

1994         „HINTERHOLZACHT, 20 Jahre Abrechnung“, Kulisse Wien – gewinnt den „Österrei­chischen Kleinkunstpreis 94

               „Muttertag“ (Buch: Schlabarett, Regie: Harald Sicheritz) kommt in die österreichi­schen Kinos

1995         „SUPERBOLIC“ - das 2. Soloprogramm - Kulisse Wien

               „FREISPIEL“ (Buch: A. Dorfer/H. Sicheritz, Regie: H. Sicheritz)

                Rolle: Agenturboss Schindler

               „KAISERMÜHLEN-BLUES“ - Regie: Harald Sicheritz, Rolle: Joschi Täubler

1997         „DIE BENZINBRÜDER“ - 3. Soloprogramm - Kulisse Wien

               Autoverleih (Unternehmensgegenstand: „Verbor­gung amiganischer Straßenzerkreuzer“ Firmen­philo­sophie: „Besser Hubraum als Wohnraum“)

1998         „Hinterholzacht“ - Der Kinofilm - Start: 18. 9. 1998 - im Jänner 99 die 600.000 Be­su­cher-Marke („Super Golden Ticket“) überschritten. Erfolgreichster österreichi­scher Film, seit darüber Aufzeichnungen geführt werden.

               „MA 2412“ - Sitcom nach dem Stück „Mahlzeit“ von Schlabarett.

               Regie: Harald Sicheritz

1999         Triple Platin für 70.000 verkaufte VHS Cassetten von MA 2412

               Goldene Romy für den beliebtesten österreichischen Schau­spieler 1998

1999         „Die Bezinbrüder-Show“ in der Stadthalle am 28. und 29. April (1. Termin nach 3 Wochen ausverkauft, 2. ebenfalls ausverkauft – in Summe fast 16.000 Zuseher)

             Die Verkaufsvideos der Benzinbrüdershow (Doppelcassette) und des Filmes Hinterholzacht erreichen kurz nach bzw. bei Veröffentlichung Platinstatus

               Gründung eines Motocrossteams: „Die Benzinbrüder MotoXtreme“ mit Fahrer Ronald „Ronman“ Grosskopf, Designer Knud Tiroch und einer Honda CR 250

2000        Kinofilm „Der Überfall“ (Regie: Florian Flicker) Hauptrolle mit Joachim Bissmeier und Josef Hader – (gewinnen den Brozenen Leoparden der Filmfestspiele von Locarno für die besten männlichen Darsteller)

               Dreh 3. Staffel „MA 2412“ – Ausstrahlung im Frühjahr 2001

               Der „Regenerationsabend“ etabliert sich als eigenständiges Bühnenprojekt.

2001         „250 ccm – die Viertelliter-Klasse“ - 4. Soloprogramm

               Dreh 4. Staffel „MA 2412“ (Ausstrahlung ab 7. 3. 2002) Letzte Staffel!

2001/2002 Kinofilm POPPITZ (Regie: Harald Sicheritz)

2002         Aufzeichnung (TV) der Viertelliterklasse im Wiener Burgtheater

Wiederaufnahme des Bühnenstücks „Hinterholzacht“ ab 13.9.02 im Wiener Gasometer.

2003         Kinofilm "c[r]ook" (Regie: Pepe Danquart)
Kinofilm "MA 2412-Die Staatsdiener" (Regie: Harald Sicheritz)

 

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